Korsika & dann…

Die Überfahrt nach Korsika begleitete starker Wellengang. Ich glaube das ganze Schiff war seekrank. Dafür waren die Plätze mit guter Aussicht nicht belegt. Als sich mein Magen etwas beruhigt hat, habe ich ein Video erstellt. Es ist etwas verwackelt, da das Schiff nicht still stand.
Ferry to Patras
Nach dieser bewegten Überfahrt bin ich auf Kosika zunächst die Ostküste herunter geradelt, und habe den Strand genossen. Im südlichen Bereich der Insel habe ich mich ins Inselinnere vor gewagt. Trotz der genialen Landschaft war irgendwie die Luft raus. Ich habe bei schönen Plätzen nicht mehr angehalten oder Fotos gemacht. Ich hatte nach zwei Monaten die Nase von (West-)Europa voll. Ich beschloss mich möglichst schnell in die Türkei zu begeben und eine ausführliche Erkundung von Sardinien und Sizilien zu vertagen.
Ferry to Patras
Nachdem ich einen Tag über meine Möglichkeiten nachgedacht hatte radelte ich zum nächsten Hafen Porto Vecchio. Da dort keine Fähre fuhr, beschloss ich mein Glück in Olbia auf Sardinien zu versuchen. Um 15:30 nahm ich die Fähre von Bonifacio nach Sardinien. Um 21Uhr war ich nach 60km radeln in Olbia und bekam für die Fähre um 22Uhr noch ein Ticket. Am nächsten Morgen war ich wieder in Liverno. Da ich wusste, dass von Ancona Fähren nach Griechenland fahren, nahm ich die Bahn und war um 14:30 Uhr in Ancona. Um 15:30 Uhr hatte ich den Ticketverkauf gefunden und war im Besitz eines Tickets nach Patras. Eine Stunde später legte das Schiff nach Griechenland ab.
Ferry to Patras

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Norditalien

Italien ist schön. Es regnet nicht mehr und ist ca. 30 °C warm. Meistens fahre ich möglichst früh (8:30 Uhr) los und mache eine lange Mittagspause von ca. drei bis vier Stunden. Ich fahre echt ungern in der Mittagswärme.
Po
Über die Flüsse in der Po-Ebene führen imposante Brücken. Von der Po-Ebene hatte ich gelesen, dass es dort sehr viele Mücken gibt. Das stimmt! Sobald man Abends anhält kommen die Viecher. Zelt aufbauen, rein kriechen und der Mückbelagerung aus dem geschützten Innenzelt zusehen. Mücken sind dämmerungsaktiv. Wenn man jedoch an einem Sportplatz zeltet, an dem die ganze Nacht das Flutlicht brennt, herrscht die ganze Nacht Dämmerung.
Recco
Von Mailand bin ich zusammen mit Markus nach Genua gefahren. Vor Genua haben wir uns getrennt. Ich wollte vor der Stadt zelten und es in die Jugendherberge in der Stadt. Auf meiner Karte waren zwischen der Passhöhe und der Stadt ca. 20 KM Straße eingezeichnet. An dieser Straße wollte ich zelten. Nach der Passhöhe ging es zügig hinunter und nach wenigen Kilometern war ich mitten in der Stadt. Nun hatte ich mehrere Möglichkeiten. Wieder zurückfahren, vor dem Pass konnte man gut Zelten, in die Jugendherberge gehen, den nächsten Campingplatz ansteuern oder einfach weiterfahren, die Stadt wird schon irgendwann zu Ende sein. Als ich in Genua nach dem Weg zum nächsten Campingplatz fragte wurde ich erst mal auf Bier und Pizza eingeladen. Mir wurde erzählt, dass ich auch am Strand schlafen könnte. Inzwischen war es dunkel. Also machte ich mich auf den Weg die Stadt zu verlassen. Nach 15 KM passierte ich den Campingplatz. Ich hatte noch genug Energie und ich wollte am Strand schlafen. Einen Schlafplatz am Strand fand ich nicht. Die wenigen Standabschnitte waren voller Touristen, die meiste Strecke war Steilküste. So summierten sich die Höhenmeter und Kilometer. Nachdem die Uhr Eins geschlagen hatte, suchte ich mir eine ruhige Stelle am Rand eines Parkplatzes und legte mich schlafen. Da in der Straße auch die Carabieri ihre Station hatten wollte ich keine Strafe riskieren und stellte meinen Wecker auf 5:30 Uhr. Am nächsten Morgen war ich dem entsprechend früh unterwegs. Die aufgehende Sonne tauchte alles in sehr schöne Farben. Auf diesem Wege bin ich sehr schnell von Genua nach Pisa gekommen.
Toskana
Pisa und die Toskana sind so wie ich es mir vorgestellt habe. Der Turm ist wirklich schief. Die Toskana ist hügelig mit Wald und Feldern bestanden und sehr schön anzuschauen. Alte Häuser und Städte runden das Bild ab. Ich werde mir recht wenig angucken, da es mir zu warm ist. Zu einer anderen Jahreszeit werde ich sicher mal wieder kommen. Angeguckt habe ich mir neben Pisa auch Volterra, von hieraus geht es nach Livorno.
Toskana

Von Liechtenstein nach Mailand

Albulapass
Mein Aufenthalt in der Schweiz endete mit dem Albulapass und dem Molojapass. 2315 Meter wird erstmal der höchte Punkt meiner Tour sein.
Albulapass
Am Comer See entlang bin ich nach Mailand geradelt.
Comer See
Dort hat es mir erst mal den Atem verschlagen. Verglichen mit der Luft in der Schweiz fühlt sich die italienische Luft wie ein warmer, Abgas geschwängerter Brei an. Es ist erstaunlich das die Luft zum Atmen geeignet ist. Auch das Wasser hat in Italien deutlich mehr Geschmack als in der Schweiz.
Mailand
Neben dem Dom gab es in Mailand auch einen sehr talentierten Straßenkünstler. Er baut aus Gemüse Figuren.
Mailand
P.S.:
Ich habe mal ein HDR-Bild erstellt, ich weiß noch was ich davon halten soll.
HDR
P.P.S.
Hier noch ein Schweizer Rezept. Endlich gibt es einen Weg Apfelmus mit Käsenudeln zu kombinieren.

Älpler makkaroni: Nudeln, Kartoffeln, Rahm, Käse, dazu Apfelmus

P.P.P.S.
Ein Film den ich in der Schweiz gesehen habe und sehr empfehlen kann ist „Zum Beispiel Suberg“.