Ein iranisches Sprichwort

Im Iran gibt es ein Sprichwort:

„Es braucht viele vernünftige Menschen, um einen Stein aus einem Brunnen zuholen, den ein Verrückter herein geworfen hat.“

Den Stein, den unser Finanzminister versenkt hat, ist groß und schwer.

In Gilan, Iran mit Marjan

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Fast vom Blitz getroffen

Dom
Es schien fast so, als ob uns Holland nicht wieder gehen lassen wollte. Am Freitag den 27.6. wehte der Wind auf dem Weg von Venlo nach Maastricht konsequent von vorne. Ich weiß nicht an wie vielen Tagen in Holland der Wind aus Süden weht, aber es ist zu mindestens nicht die gängigste Windrichtung.
Gegen Mittag regnete es das erste Mal. Kim zog Regenjacke und Regenhose über. Ich blieb nahm nur meine Regenjacke. Meine kurze Hose trocknet sehr schnell und meine Schuhe sind wasserdicht. Meine Schuhe waren von unten und von den Seiten tatsächlich wasserdicht, jedoch schwammen meine Füße nach einer halben Stunde Starkregen in meinen Schuhen. Der Regen hörte auf und legten eine Pause ein, damit ich meine Schuhe trocknen konnte.
Wir waren kaum drei Kilometer gerollt als es wieder zu regnen begann, gerade noch rechtzeitig zogen wir unsere Regenkleidung an. Genau so schnell wie der Regen gekommen war, verschwand er wieder. Wir waren das ewige an und aufziehen unser Regenkleidung Leid und radelten weiter. Mit der Zeit wurde das Klima in der Regenkleidung ziemlich tropisch. Nach 10 km hatte ich genug und zog meine Regenkleidung wieder aus.
Maastricht
Maastricht erreichten wir trocknen Fußes, jedoch braute sich ein Gewitter über der Stadt zusammen, so stark, wie wir es selten erlebt haben. Wir dachten noch Gewitter, in einer Stadt, was kann uns da schon passieren und radelten los. Das Wasser floss in solchen Strömen, das der Radweg nicht von einem Kanal zu unterscheiden war.
Maastricht
Plötzlich geschah es: Ein Blitz schlug ein, keine fünf Meter von uns entfernt in den Straßenbaum auf der anderen Straßenseite. Ein Ast fiel herunter und brannte im Regen fröhlich vor sich hin. Ich hatte immer gedacht man merkt etwas, wenn ein Blitz neben einem einschlägt, aber nichts, wahrscheinlich haben unsere Fahrradreifen alles isoliert.
Our Wanderweg
Am nächsten und übernächsten Tag regnete es fast durchgehend. Wir führen nach Vaals, machten einen Tag Pause, besuchten Aachen und das Dreiländereck.
Vennbahnradweg
Von Aachen folgten wir dem Vennbahnradweg und der Our in Richtung Trier. An der Our führt im mittleren Teil keine Straße, sondern nur ein Wanderweg. Wir beschlossen, dass wir uns die 150 Höhenmeter sparen und auf dem Wanderweg radeln wollten. Der Weg fing als Forstweg an…
Our Wanderweg
…und wurde schlimmer…
Our Wanderweg
…und schlimmer.
Our Wanderweg
Trotzdem war der Wanderweg an der Our einer der schönsten Wege bisher. Kim ist auf dem Weg eine Speiche aus der Felge gebrochen. In den letzten Wochen sind auch sein Fahrradständer und einige Schrauben gebrochen. Ich habe an meinem Fahrrad noch keine Verluste.
In Trier machte sich Kim per Bahn auf den Rückweg und ich werde weiterfahren. Zusammen sind wir 1250KM und 4000 Höhenmeter an 18 Tagen gefahren.
Porta Nigra

Niedersachsen – es weht!

Niedersachsen
So kündigte sich Niedersachsen beim Übersetzen mit der Fähre aus Bremerhaven an – stürmisch und unangenehm. Es weht in Niedersachsen ohne Pause. Umso dichter man der Nordsee kommt, desto unerträglicher wird es. Meistens haben wir uns im Landes inneren gehalten. Städte sind eine gute Erfindung, dort haben die Menschen Häuser gebaut, um den Wind abzuhalten.
gerade Straßen
Auf erstaunlich schnurgerade Straßen sind wir gestoßen. An vielen Fehn sind wir entlang geradelt. Trotzdem ist unser Wunsch nach etwas weniger Gegenwind nicht in Erfüllung gegangen. Das Land ist sehr flach – gut für uns Radler – gut für den Wind. Die höchsten Erhebungen sind Eisenbahnbrücken und Deiche.
Niedersachsen
Es hat nicht immer geregnet, nur dann wenn wir unsere Regenjacke gerade ausgezogen hatten. Aber auch das Fahren den ganzen Tag in Regenjacke hat die Wolken nicht davon abgehalten uns zu begießen. Glücklicherweise war es so kalt, dass wir nicht sonderlich in unseren Regenjacken geschwitzt haben.
Niedersachsen
Sonst ist die Stimmung gut.

PS.: In Holland wird alles Besser!
PPS.: unsere Route
Niedersachsen

Tag eins und zwei – Kims Fahrrad fängt Feuer.

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Typisch deutsch, wenn man für über ein Jahr auf Radtour geht, startet man Montag morgens um 10 Uhr. Es nieselt leicht. Ich habe meine Regenjacke weit unten in der Tasche verstaut. Meine Hoffnung ist, dass wenn die Regenjacke unerreichbar ist, es nicht regnen wird. Doch in Ahrensburg nach nur 3 km ist es soweit, wir halten an und ich krame meine Regenjacke hervor.
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Dort spricht uns eine Frau an: „So viel Gepäck! Wo wollt ihr den hin?“ Ich: „ Zusammen wollen wir nach Frankreich, ich fahre dann noch weiter nach China. Kim muss dann wieder arbeiten.“ Frau: „Also fahrt ihr gemeinsam zum Flughafen.“ Ich: „Äh, nein, ich möchte auf dem Landweg nach China.“ Frau: „Geht das denn?“ Anschließend haben wir noch etwas über meine Route gesprochen.
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In Hamburg bestaunen und fotografieren wir das Radhaus. Dort werden wir angesprochen: „120 Jahre alt“. Ich gucke den Herrn an. Er grinst und ergänzt: „Nicht ich, das Rathaus“.

Durch den alten Elbtunnel und den Hafen gelangen wir ins Alte Land. Das Alte Land erstreckt sich vom AKW Stade bis zum Kohlekraftwerk Morburg. Es gibt sicher bessere Beschreibungen für diese idyllische Obstanbauregion, die sich hervorragend zum Radeln eignet.

In Stade ist uns am Dienstag etwas Erstaunliches passiert. Kims Fahrrad stand in unserer Frühstückspause in der Sonner. Auf dem Gepäckträger war seine Wasserflasche befestigt. Die Sonnenstrahlen haben mit der Wasserflasche als Lupe ein Loch in Kims Radtaschen gebrannt. Aufgefallen ist es uns erst als Rauch aufstieg. – Hätten wir es nicht selbst gesehen, würden wir es nicht glauben!

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PS: Hier könnt ihr sehen wo die Bilder entstanden sind.
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mein Fahrrad

Die Basis für mein Fahrrad ist das T400 von VSF Fahrradmanufaktur, welches ich im Jahr 2010 vor meiner USA-Tour gekauft habe. Inzwischen habe ich sehr viel an meinem Fahrrad umgebaut. Original sind der Rahmen, die Schaltung, die Lichtanlage, der Gepäckträger und das Vorderrad samt Nabendynamo.

Da ich mich mit Fahrradtechnik wenig auskenne, ist mein Ziel mein Fahrrad möglichst einfach zuhalten. Die Teile müssen weltweit gut verfügbar oder reparierbar sein (zum Beispiel keine Hydraulik). Ich ziehe Verschleißteile wie zum Beispiel Kettenschaltungen, die leicht zu reparieren sind, gegenüber Hightech vor. Bei Hightech besteht die Gefahr, dass ich niemanden finde der es mir reparieren kann, das passendes Werkzeug und Ersatzteile nicht vorhanden sind.

Rahmen: Stahlrahmen, der wahrscheinlich von Fort in Tschechien hergestellt wurde. Der Rahmen ist in folge eines Sturzes leicht verzogen.

Lenker: Gerader Mountainbike-Lenker mit Ergo-Griffen und sehr variabel einstellbaren Griffhörnern. Der Vorbau hat zwei Gelenke. Am Lenker sind je links und recht Spiegel befestigt. Wer einmal mit Spiegel und Gepäck auf einer dichtbefahrenen Straße unterwegs war, will den Spiegel nicht mehr missen

Sattel: Brooks Flyer Pre Aged: Ich bin sehr zufrieden mit diesem Sattel. Der Sattel fährt sich auch auf langen Touren ohne Radhose sehr angenehm. Ich hatte auch nach dem Kauf keine Probleme, der Sattel musste nie eingefahren werden, er passt von Anfang an.

Schaltung:  Shimano Deore 3×8 Kettenschaltung: Vorne fahre ich mit Kettenblättern der Größe 38-32-22. Lange Zeit bin ich mit der Shimano CS-HG41 11-34 Kassette gefahren. Diese Kassette hat den Nachteil, dass der Sprung vom siebten auf das achte Ritzel 8 Zähne beträgt. Für diese Tour habe ich mir  eine Shimano CS-HG51 11-32 Kassette gekauft. Bei dieser Kassette sind die Ritzel deutlich gleichmäßige aufgeteilt. Als Kette habe ich eine Shimano CN-HG70. Ich werde mindestens zwei Ketten im Wechsel fahren, damit der Antrieb gleichmäßig und langsam verschleißt.

Hinterrad: Marvic EX 721 (21-559) Felge mit XT-Shimano Nabe, eingespeicht und gekauft bei Meilenweit. Ich verspreche mir von dieser Kombination keine Speichenbrüche. Trotzdem nehme ich Ersatzspeichen mit. Schwalbe Marathon plus Reifen werden eine plattenfreie Fahrt garantieren. Ich benutze diese Reifen mit 1,75 Zoll Breit am Vorder- und Hinterrad. Ein Schwalbe Faltreifen nehme ich als Ersatz mit.

Vorderrad: Exal ZX (19-559) mit Shimano Nabendynamo

Bremsen: Shimano V-Brakes

Gepäckträger vorne: Bisher XLS Alu Lowrider-Gepäckträger LR-F02, der Lowrider ist sehr stabil, leider hängen meine Ortlieb Front Roller schief am Lowrider. Auf meiner USA-Tour habe ich das Surly Front Rack das erste Mal gesehen und war sofort begeistert. Für diese Tour habe ich mir das Surly Front Rack gekauft und möchte daran Ortlieb Backroller befestigen.

Gepäckträger hinten: Pletscher Alu. Es ist sinnvoll das Alugestänge vor dem Abrieb durch die Ortliebtaschen zu schützen. Ich benutze hierzu Kunststoff von PET-Flaschen. Eine Schicht Kunststoff um jeder Stange gelegt und mit Gewebeklebeband befestigt hält mehrere Tausend Kilometer und lässt sich überall auf der Welt leicht erneuern.

Schwalbe sponsert einen Ersatzreifen.


Seit Jahren fahre ich sehr zufrieden mit Fahrradreifen von Schwalbe. Auf meinen beiden letzten Touren hatte ich insgesamt nur zwei Platten mit Schwalbe Reifen. Für diese Tour habe ich mir bereits zwei Schwalbe Marathon Plus gekauft. Zusätzlich möchte ich noch einen Ersatzreifen mitnehmen.
Auf meine Anfrage nach Sponsoring eines Faltreifen durch die Ralf Bohle GmbH dem Hersteller hinter Schwalbe wurde positiv geantwortet.
Danke dafür!

Willkommen

Balkan2012 (219)

Willkommen auf meiner Webseite. Hier werde ich über meine Radreise in Richtung Osten berichten. Los geht es im Juni. Solange kannst du dich über meine bisherigen Touren informieren und durch meine Fotos klicken.

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Die Webseite befindet sich noch im Aufbau, bis es los geht werde ich die Seiten ergänzen.
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