Gilan – Iraner lieben Regen und hassen nassen Rasen

Mit Marjan war ich in Gilan am Kaspischem Meer. Im Iran wird diese Region als der Norden bezeichnet und die Region um Tabris als der Westen, obwohl Tabris nördlicher liegt. In Gilan, Iran mit Marjan Das Klima an Kaspischen Meer ist sehr angenehm. Die Temperaturen sind nicht so extrem und es regnet häufiger. Daher ist das Land grün. Iraner lieben Regen und Grün: Bäume, Pflanzen, Rasen. Iraner mögen keine Sonne. Im Frühling saßen viele Iraner lieber mit einer Wolldecke im Schatten als in der Sonne. Deutsche sitzen dagegen mit der Wohldecke in der Sonne, sobald es möglich ist. In Gilan, Iran mit MarjanIn Gilan, Iran mit Marjan Iraner hassen nassen Rasen, sie haben eine regelrechte Phobie, sie testen ausgiebig die Trockenheit des Rasens, selbst jetzt im Sommer bei 40°C, bei denen der Rasen in einer Minute trocken ist. Normalerweise bringen Iraner sich einen Teppich oder eine Matte auf der sie sich niederlassen. Vor betreten der Matte werden die Schuhe ausgezogen, wie in jeder Wohnung. Sobald man die Matte verlässt, werden die Schuhe wieder angezogen. Selbst Kleinkinder die einem Ball hinterher laufen wollen, der von der Matte gerollt ist, ziehen sich zuerst Schuhe an. Iraner lieben bunte Kücken, In Gilan, Iran mit MarjanIraner lieben bunte Kücken, In Gilan, Iran mit Marjan Iraner lieben Vögel. Sie füttern alle Arten von Tieren. Nach dem Picknick verteilen sie Brotkrumen im Gras „für die Vögel“, so die Begründung. Das sich auch die Ratten davon ernähren, sei nun mal so, wird mein Einwand ignoriert. Da die Iraner Vögel so sehr lieben, halten sie in kleinen Käfigen in Geschäften und Wohnungen, so ist immer Vogel gezwitschert in der Luft. In Gilan, Iran mit Marjan In Gilan habe reiche Tehrani eine Wochenendvilla. So gibt es in Gilan viele schöne Autos, Menschen und Häuser. Reiche Iraner haben mehr: Sie tragen mehr Kilogram (nicht nur Makeup) mit sich herum. Mit dem Reichtum steigt auch die Makeupmenge, obwohl alle Iranerinnen nicht dezent geschminkt sind. Ebenso wächst auch die Größe des Portmoneys. Bei voller Entwicklung hat es Handtaschengröße. Häufig wird das Portmoney in der Hand spazieren geführt und verbirgt sich nicht in Hand-, Hemd- oder Hosentaschen. In Gilan, Iran mit Marjan Die Menschen in Gilan sind weniger religiös. Der schwarze Tschador ist eine Seltenheit im Straßenbild, dafür gibt es fahrradfahrende Frauen. Die nicht Religiosität hat historische Gründe, so hat sich die Region in den Bergen am Kaspischem Meer Jahrhunderte lang gegen die arabisch-muslimische Invasion gestemmt. In Gilan, Iran mit Marjan Heutzutage ist bei vielen Menschen entscheidend für die Einstellung zur Islamischen Revolution, das Alter der Person beim Zeitpunkt der Revolution, neben anderen Faktoren. So haben Menschen die heute 50 Jahre alt sind (15 Jahre alt bei der Revolution) eine andere Perspektive als Menschen die bei der Revolution zwischen 25 und 35 Jahre alt waren und heute zwischen 60 und 70 Jahre alt sind. Die Revolution war 1979 vor 36 Jahren. Häufig wird die Einstellung der Eltern an die Kinder weiter gegeben. Ich habe gehört, das sich ähnliches auch bei den Umbrüchen in der deutschen Geschichte beobachten lässt. In Gilan, Iran mit Marjan In Gilan, Iran mit Marjan

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2 Kommentare zu “Gilan – Iraner lieben Regen und hassen nassen Rasen

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