Flugobjekte

Tuz Gölü: Salz
Salzseen finde ich super interessant, daher habe ich mir den Tuz Gölu (Tuz = Salz, Gölü =See) genauer angesehen. Die Landschaft war echt super (flach). Fast wie auf dem Mond sah es aus. Menschenleer. Nach zwei Stunden auf den Sandpisten zwischen Eskil und Yesiltepe machte ich Pause. Ein Militär-LKW kam des Weges und hielt. Die Soldaten erklärten mir, dass in der Gegend geschossen wurde und ob ich nichts gesehen hätte. Bis vor drei Stunden hätten die Flugzeuge aus Konya die Gegend noch beschossen. – Glück gehabt…
Wie mir später erzählte wurde, wird in der Gegend regelmäßig geschossen. Auf keiner meiner beiden Karten ist jedoch ein Militärgelände eingezeichnet. Warnschilder habe ich auch keine gesehen. Andere Länder, andere Sitten…
Tuz Gölü
Tuz GölüIch beschloss nicht am See zu campen und radelte weiter bis ins nächste Dorf. Es dämmerte als ich dort an kam. Da keine Bäume zum versteckt zelten vorhanden waren, und ich auch nicht in zu großem Abstand zum Dorf zelten wollte (aus oben stehenden Gründen), fragte ich im Dorf nach einem Zeltplatz. Mir wurde ein Platz am Dorfrand durfte ich mein Zelt aufschlagen. Die Dorfjugend belagerte mich (ca. 15 Jungen um die 18 Jahre). Keine konnte Englisch, alle stellten gleichzeitig fragen, wollten mein Fahrradfahrren oder auseinander nehmen, alles musste angefasst werden… Was für ein Kontrast erst diese menschenleere Wüste und dann dieser Trubel. Mit Hilfe von Wörterbüchern und Smartphones übersetzten wir alle Fragen.
Der Grund warum ich diese Zeilen schreibe ich jedoch, die eine Frage die sie nicht übersetzen konnten. Es ging um Sex. Sie wollten unbedingt mit mir über dieses Thema sprechen. Über eine halbe Stunde haben sie immer wieder versucht Anläufe unternommen ihre Fragen zu übersetzen doch Google-Translate machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Ich vermute es liegt an der Umgangssprache, de in diesem Zusammenhang vielfach anzutreffen ist. Darauf wollten sie mir (nicht besonders gute) Pornos auf ihren Smartphones zeigen.
Ehrlich gesagt bin ich verwirrt. Zumindest, wenn ich mich zurück erinnre, hatte ich in diesem Alter nicht den Wunsch Pornos Fremden zu zeigen oder mit ihnen über Sex zusprechen.
Karavanserei
Auf dem Weg von Konya nach Kappadokien gibt es viele Karawansereien. Ich bin auf der Seidenstraße!
Karavanserei
Am Abend halte ich an einer Quelle im Nirgendwo. Zwei Autos halten. Niemand steigt aus. Skeptisch beobachte ich die Autos, ich sehe keinen Grund warum die Autos hier halten sollten. Als sich nichts tut, beginne ich Wasser ab zufüllen. Zwei Jugendliche steigen aus den Autos und kommen auf mich zu. Weitere Jugendliche bleiben in den Autos. Die Beiden sprechen mich auf Türkisch an. Ich verstehe kein Wort, frage, ob sie Englisch sprechen. Sie sprechen kein Englisch. Mühevoll bauen sie die Frage zusammen, ob ich Alkohol dabei hätte. Als ich verneine. Signalisieren sie mir, dass sie das positiv sehen und gehen zurück zu ihren Autos. Komische Welt…
Kappadokien: Uchisar
Endlich erreiche ich Kappadokien. Hierher wollte ich, seit dem ich Bilder von diesem Ort gesehen habe. Die Ersten drei Monate sind um.
Kappadokien
Die Landschaft ist grandios und gehört neben dem Grand Canyon und Meteora zu den schönsten Plätzen an den ich bisher war. Im Gegensatz zu den beiden anderen Orten hat Kappadokien jedoch nicht eine umwerfende Ansicht, sondern besteht aus unzähligen Tälern, Höhlen und Tunneln die es zu erkunden gilt. Jeden Tag an dem ich hier bin gefällt mich die Landschaft besser.
Kappadokien
Ich blieb ganze neun (!) Tage in Kappadokien. Neben der Landschaft fielt mich Montezumas Rache gefangen. Bei Cola (ohne Kohlensäure) und Salzstangen vegetierte ich dahin. Die erste Medizin aus der Apoteke schlug nicht an. Die Zweite jedoch schon, so war ich nach einer Woche wieder startbereit, und dann regnete es zwei Tage.
Kappadokien: Höhlenkloster
Zurück zu den schönen Dingen des Lebens.
Am besten gefallen mir hier die Tunnel. An vielen Stellen, wo Wasser unter Felsen hindurch fließt, wurden die Öffnungen vergrößert, so dass man hindurch gehen kann. Diese Tunnel sind manchmal über 20m lang und haben mehrere Kurven, es ist stockfinster und man weiß nie wo man heraus kommt. Ich habe immer, wenn ich hier unterwegs bin meine Taschenlampe dabei. Teilweise ist der einzige Hinweis darauf das der Tunnel irgendwo herauskommt, das Fußspuren herein, aber nicht heraus führen.
Kappadokien: Uchisar
In einigen Höhlen sind Kirchen. Teilweise sind die Gemälde nach über 1000 Jahren noch in einem vortrefflichem Zustand.
Kappadokien: Felsen Kirche (Dark Church)

Kappadokien
Der Höhepunkt sind jeden Morgen die Heißluftballone.
Kappadokien
Fast hundert (100!) Ballone starten jeden Morgen zwischen 6 und 7 Uhr, spätestens um 9 Uhr ist der Spuk vorbei.
Kappadokien
Viele Touristen gönnen sich den Flug. Ich habe mir die 200€ gespart. Auch von unten ich der Anblick überweltigend.
Kappadokien

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